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Erlebbare Geschichte und Handwerk Langenzersdorf
Nun endlich war es wieder soweit: Der Winter ist vorüber und die Lagersaison 2010 kann beginnen. Nach dem wir unseren Südi für die Fahrt nach Langenzersdorf startklar gemacht hatten, stand uns für die Fahrt am Mittwoche dem 07.04.2010 nichts mehr im Wege.
Die Fahrt begann ohne jegliche Störung und verlief bis Deggendorf sogar staufrei und wir waren schon guter Dinge am selben Tag noch bis Linz zu kommen. Leider haben wir die Rechnung ohne unseren Südi gemacht: Ein Reifen, der sich vorne links befindet, hat uns einfach bei Passau Nord verlassen. Den Traum heute noch Linz zu erreichen. mussten wir somit aufgeben. Wir fuhren im Schneckentempo auf dem Pannenstreifen zur nächsten Raststätte (Donautal), wo wir die ganze Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen, nach einem nicht sehr guten Kaffee, fuhren wir los um uns einen neuen Reifen zu besorgen. Leichter gesagt als getan: Nach zwei missglückten versuchen einen reifen für unsere Kraxn zu bekommen, hatten wir das Glück beim dritten Händler einen Reifen bestellen zu können. Weil der Reifen jedoch erst am Montag lieferbar war, mussten wir uns einen Leihwagen besorgen. Da alle Kleintransporter vergeben waren, erhielten wir einen Klein-LKW zum Preis eines Kleintransporters. Nun mussten wir unsere Sachen umladen und uns auf die Socken machen.
Wir kamen dann mit 12-stündiger Verspätung in Langenzersdorf an, und mussten unser Lager im Eiltempo aufbauen. Gottseidank half uns unser Leasing-Wikinger, der schon vor Ort war, beim Aufbauen. Die Aufbau-Arbeiten verliefen jedoch nicht ganz reibungslos, weil wir beim Umladen einige Keile vergessen hatten, was unsere Improvisationsfähigkeiten forderte. Wir schafften es schließlich doch noch vor Einbruch der Dunkelheit alles fertig zu bekommen. Diesen Abwechslungsreichen Tag ließen wir dann bei Met und Wein ausklingen.
Der Freitag begann wie auch schon in den vergangenen Lagern: Mit Sonnenschein und einem ausgiebigen Frühstück sowie einer nicht so warmen Dusche. Am Vormittag kamen einige Schulklassen aus der Umgebung um sich das mittelterliche Leben etwas genauer anzusehen. Sie waren sehr neugierig, und so wurden wir mit Fragen nur so bombardiert. Am späten Nachmittag gesellte sich dann auch noch Andy, unsere Leasingwikingerin, aus der Passauer Umgebung, zu uns und brachte uns den Mister Jegger, ein sehr sympatischer Bierbrauen und Musiker, mit. Er brachte noch einige Flaschen seiner köstlichen Biere und seine Laute mit, womit er unseren Biervorrat hervorragend ergänzte und uns mit seinem Gesang erfreuen konnte. Der Abend verlief lustig, gesellig und sehr unterhaltsam. Wir lernten somit auch einige Gruppen, wie die Weltenwanderern, die Ausfall und die Gungnirs Snata kennen und wir wärmten uns an ihren Feuern und feierten mit ihnen bis in die frühen Morgenstunden. Mit den letzteren vereinbarten wir noch ein ordentliches Steckstuhl-Massaka in Kaprun.
Der Samstag verlief eigentlich wie auf allen Lagern: Zuerst die Folgen des letzten Abends beseitigen, frühstücken und den Markt beleben. Hier lernten wir zwei nette Leute, Hialti und seine Frau. kennen. Im Laufe des Vormittages stieß Steffi zu uns, die mit dem Nachtzug nachgereist ist. Leider hatte der Wettergott mit uns nicht mehr so viel Freude und verpasste uns ab und an eine kalte Dusche.. Der Samstagabend war auch sehr gemütlich und dar Jegger nahm seine Laute zur Hand und gab ein paar seiner Lieder Preis. So vergingen die Stunden und wir gingen irgendwann in die Fälle.
Am Sonntag war´s nicht anders als die Tage zu vor und er ging schneller vorbei als es uns lieb war. Gegen 16:00 Uhr war dann alles zu Ende und die anderen Gruppen begann mit dem Abbau. Wir blieben jedoch noch bis zum nächsten Tag und so mussten wir uns von Andy und all den anderen verabschieden. und all den anderen lieben Bekannten, aber es gibt ja ein Wiedersehen. Nach dem alle Lagernden und Händler abgebaut hatten wurde es ruhig und am Abend kamen noch Hialti und seine Frau vorbei, um sich am Feuer zu wärmen und mit uns einige Becher Met zu lehren. So ging auch dieser Tag zu Ende und wir begaben uns zu ruhe.
Am nächsten Tag begannen wir nach einem ordentlichen Frühstück unser lager ab und gegen 11:00 Uhr brachen wir dann Richtung Passau auf. Nach einer sehr abenteuerlichen Fahrt mit vielen Staus und einem Unfall, kamen wir mit einer ordentlichen Verspätung in Passau und wir luden unseren Sachen wieder in den Südi um. Wir mussten jedoch feststellen, dass die neuen Reifen noch nicht montiert waren und so mussten wir noch eine Nacht in Passau verbringen. Als wir am nächsten Tag den neuen Reifen montieren wollten, stellten wir fest, dass noch ein weiterer Reifen kaputt war. So beschlossen wir, alle alten und kaputten Reifen (insgesamt 3 Stück) auszutauschen. Nun blieb uns nichts anderes übrig, unseren Leasing-Wikinger Markus anzurufen, um ihn zu bitten, uns nach hause zu bringen. Nachdem wir wieder zuhause waren, ließen wir den Tag in Hard beim Andy ausklingen. Den Südwind konnten wir erst am Samstag holen, was uns nochmal eine Fahrt von 700 Kilometern erforderte. Wir besuchten unterwegs noch die Gewandweiber in Straubing und kehrten dann glücklich und zufrieden mit unserem reparierten Auto nach Hause.