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Mittelaltermarkt
Radolfzell
Nachdem unser turbulentes Wochenende in Langenzersdorf schon etwas her war, fuhren wir nun endlich nach Radolfzell zum Mittelaltermarkt. Diesmal hofften wir, etwas mehr Glück zu haben, mussten aber bald feststellen, dass dem nicht so war. Nach dem wir unseren Südi startklar gemacht hatten ging`s an das Verladen unseres Turmes den wir extra für Radolfzell gebaut hatten. Nach langer Suche eines Anhängers, bekamen wir ,dann Odin sei dank, ein passendes Gefährt, den der Golf von Lambert ziehen konnte. Am Mittwoch verluden wir dann schließlich den Turm und nach einer kleinen Kfz Elektrik Panne ging`s los in Richtung Radolfzell. Kurz vor Friedrichshafen vernahmen wir seltsame Geräusche, die der Golf von sich gab. Nun mussten wir die nächste Parkmöglichkeit anfahren und nachsehen, was Sache war. Nach kurzer Überlegungspause kontaktierte ich Bruder Georg zu Bohlingen, der uns sofort anbot, den Hänger von Friedrichshafen nach Radolfzell zu ziehen. Das nahmen wir dankend an. Danach rief ich noch Jenny herbei, die nun die Handelswaren zu ihr nach hause transportierte. Nun mussten wir nur noch Lamberts angeschlagene Kutsche nach Hause fahren und unseren Südi holen. Gesagt, getan. Diese Fahrt verlief ruhig und Problemlos und so trafen wir dann abends in Stadel ein. Bei einem gemütlichen Abendessen und ein wenig Wein ließen wir dann den Abend ausklingen, um am Donnerstag die Weiterfahrt nach Radolfzell fortzusetzen.Bericht folgt
Am Donnerstagmorgen genossen wir ein reichhaltiges Frühstück das uns Jenny offerierte und nach dem unsere kleinen Leni und Lara zum Kindergarten kutschiert wurden, haben wir uns daran gemacht den Rest zu verladen n und die restlichen Besorgungen zu machen. Nach dem Mittagessen und der Ankunft von Markus, einem Mitglied der Gruppe "Reisede in dunkle Zeiten", gings dann los nach Radolfzell, wo wir schon von Bruder Georg und Sylvia, der Marktfrau, erwartet wurden. Nach einer kleinen Besprechung ging`s an den Lageraufbau der dank unserer mittlerweile gut eingespielten Mannschaft, sehr rasch von statten ging. So konnte ich mich doch mal früher als gewohnt ums Abendessen kümmern. Ich versuchte mich zum ersten mal an einem gegrillten Hasen, der wohl gelang, da nichts übrig blieb. So saßen wir doch noch einige Stunden bei Bier und Met bis sich der Mond in seiner vollen röte zeigte.
Am Freitagmorgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück an die Arbeit unseren Turm aufzustellen. Dies ging erwartungsgemäß auch problemlos über die Bühne und nach 2 Stunden konnten wir das erste mal eine Turmbegehung machen. So verging der Freitag meiner Meinung zu rasch denn ich kam mit dem Kochen etwas in Verzug. Nach getaner Arbeit saßen wir dann noch einige Stunden ums Feuer und plauderten wie so oft über alte Zeiten und was wir so in Zukunft treiben könnten. Diese Nacht sollte die kürzeste für mich werden, da ich im Lager der Wächter war, der mit Adaris bis in die Morgenstunden zusammen mit Ihr Lagerwache hielt.
Der Samstag war hereingebrochen und ja, der angekündigte Regen war leider auch da. Nach dem wir unser Frühstück verzehrt hatten. Begaben wir uns zum Umzug und trafen die Letzten Vorbereitungen für den am Nachmittag stattfindenden Wikingerüberfall auf den Markt. Es war das erste mal, dass die Gruppen Fraternitas Nigra und Ravnurfolk gemeinsam einen kleinen Beitrag leisteten. Nach dem alles geklärt, die Mannschaft gestärkt und das Wikingerschiff in Sichtweite war ging`s los: Es gab zwei Mannschaften von Wikingern: Die eine war schon vor Ort und stand unter meinem Befehl und die andere kam als Verstärkung über den See. Nach dem Ich meine Mannschaft von drei Mann zum Angriff führte, wurden wir von einer Übermacht zurückgeschlagen. Aber nach dem ichunsere Kräfte am Strand bündeln konnte gingen wir nochmals auf die Übermacht der Verteidiger des Marktes los und gingen als Sieger vom Platz. Auf dem Markt wurden dann die Überlebenden versteigert und das Spektakel war beendet. So klang auch dieser Tag rasch und gemütlich am Lagerfeuer aus.
Nun Brach auch der Letzte Tag, der wie der Samstag auch ziemlich verregnet war, der Veranstaltung an. Nach einer kurzen Absprache mit allen Mitwirkenden hatten wir beschlossen, den Wikingerangriff abzublasen und dafür das tapfere Volk von Radolfzell mit einem Tavernen überfall zu erfreuen. So begaben sich alle beteiligten, eine Gruppe in die Taverne und die einen aufs Schiff, auf ihre Position. Das Schiff landete und die Siegestrunkenen Wikinger gingen von Bord um sich in der Biertaverne des Marktes Volllaufen zu lassen. Heute ging jedoch so manches schief für die Sieg gewohnten Wikinger: Sie wurden aus der Taverne geworfen und zum See zurückgedrängt. Ja, so spielt das Leben: Am Vortag den Sieg am nächsten eine Niederlage. Aber wer weiß was die Wikinger von Ravnurfolk im nächsten Jahr so im Petto haben. So vergingen auch diese Stunden sehr schnell und der Tag nahm sein Ende. Gegen 19:00 Uhr ertönte der Ruf des Marktvogts und verkündete das Ende des Marktes. Nun saßen wir alle die noch verblieben waren am Feuer und ließen so wie immer das Wochenende Revue passieren und stellten dabei Fest, dass dieser Markt trotz regen und einigen kleinen Pannen einer der Schönsten war.
Fazit:
Radolfzell war auch trotz des Regens ein Erlebnis für sich: Das erste mal ein Wikingerschiff in Radolfzell, ein Lager zusammen mit unseren Freunden von Fraternitas Nigra, den Wächtern des Nordens und den Geächteten der Eisinsel. Der Markt war auch heuer überschaubar und die Händler stets freundlich. Das einzige Manko war unser Parkplatz, der ein ordentliches Stück von unserem Lager entfernt war. Aber alles in allem ein toller Markt und an dieser Stelle ein großes Lob an Sylvia und Roland und Ihr Team.